9.4 Mai, im Süden des Peloponnes

Die 30-Seemeilen-Fahrt von Kiparissia nach Pylos beginnt mit Null Wind, dafür Restschwell vom nächtlichen Sturm. nach 2 1/2 Stunden versuchen wir zu segeln weil der Wind kommt. Leider zu schwach um in der Welle genug Stabilität zu haben. Es wird ein stundenlanges Geschaukel in eineinhalb Meter hoher Welle, das Segel fällt immer wieder ein und bläst sich mit einem Knall wieder auf. Der Hafen in Pylos ist bummvoll, am Ankerplatz davor liegen mit uns 8 Boote. Hier haben wir bei früheren Besuchen kein einziges ankern sehen. Wir ankern 2 Nächte in der Navarenabucht, ohne Windschutz und mit unangenehmen Wellen. Am dritten Tag sehen wir einen frei gewordenen Platz an der Mole im Gratishafen und verlegen sofort dahin, da für die nächsten Tage Schlechtwetter und Sturm angekündigt sind. Der Ankerplatz vor Pylos füllt sich inzwischen mit bis zu 18 Booten. Ein 40 km Radausflug rund um Navarena bis zu Ochsenbauchbucht (Voidokilia) geht sich bei Schönwetter noch aus. Zum Baden ist es aber beim eisigen Wind und knapp über 20Grad(!) viel zu kalt. Statt Baden ist daher ein Besuch der Festungsanlage in Pylos am Programm. Wir bleiben noch 6 Tage im geschützten Hafen. Dann wollen wir die 10 sm nach Methoni fahren. Es sind drehende Winde von maximal 5 kt vorhergesagt, eine kurze Motorfahrt ist geplant. Stattdessen bläst es mit 15-20 Kt aus WNW, wir können Raumwind segeln. Das ist zwar gut für uns, aber es zeigt wieder einmal die Unverläßlichkeit der Vorhersage. In Methoni angekommen beginnt es zu regnen, was auch überhaupt nicht abzusehen war. Wir Ankern in der Bucht vor der Burg. Da wir weit innen liegen sind wir sowohl vom westlichen Winden als auch von der Dünung gut geschützt. Der Besuch der Burg ist obligatorisch. Obwohl wir da schon zwei Mal waren, ist es immer wieder spannend.
Am dritten Tag unseres Aufenthaltes kommt die SY Clio mit Concetta, Aldo und den Katzen Crazy und Ginger herein und ankert neben uns. Es gibt ein freudiges Wiedersehen, sogar die Katzen scheinen uns noch zu kennen. Im Winter in Mesolonghi waren wir Stegnachbarn, nur 3 Boote voneinander entfernt.
**** Fortsetzung folgt ****