Die Winterlagerzeit endet eigentlich mit Ende März. Weil aber schwere Regenfälle angekündigt sind, hängen wir noch 3 Tage dran. Der Starkregen mit Sturm hat auch wieder einige Schäden in ganz Griechenland zur Folge, besonders in der Ägäis, und es gibt Schneefälle am Peloponnes. Der Ankerplatz vor der Marina ist leider wegen der 200-Jahr Feiern in Mesolonghi gesperrt, daher müssen wir die paar Tage wohl oder Übel zum Hauptsaisonpreis aufzahlen.
Am 3. April hat es sich so weit beruhigt, dass wir losfahren können.
Nachdem wir uns von allen neuen Freunden, die wie wir den Winter auf ihren Booten verbracht haben, verabschiedet haben, geht es los, erst einmal 25 Seemeilen in die Bucht Petalas. Dort ankern wir über Nacht, und am nächsten Tag fahren wir 20 sm weiter nach Vathi auf der Insel Ithaki. Beide Schläge unter Maschine, denn es geht tagsüber kein Windhauch. In der Nacht bläst es dafür stark, mit einigen Regenschauern dazwischen. Das Wetter ist heuer völlig verrückt.
In Vathi verbringen wir 2 sehr ruhige Tage, weil windstill. Aber über Nacht bläst es wieder, und die kleinen Windwellen werden von den Hafenmauern in allen Richtungen reflektiert. Das ist extrem laut, unruhig und ungemütlich.
Nachts um halb Eins werden wir von einem 46 ft Monsterkatamaran, natürlch ein Charterboot mit unfähiger Mannschaft, beinahe gerammt, der Kat hängt mit dem Heck in unserer Ankerkette, und das bei 25 kt Wind, dann geht auch noch sein Segel auf, das nicht korrekt niedergebunden ist. Unser Jambo-Anker hält jetzt beide Boote und gibt nicht nach. Nach etwa 30min kann ich den Charterkübel endlich wegschieben, damit er wieder frei kommt. Zum Glück sind keine nennenswerten Schäden entstanden.
Nach dieser unerfreulichen Begegnung verlegen wir ins 6 Seemeilen entfernte Kioni. Dort ist es ruhig und geschützt. Wegen der frühen Saison sind pro Abend nur 2-3 Charterboote da. In der Vorsaison ist das ein sehr netter kleiner Hafen. An einem Tag unternehmen wir eine größere Wanderung zu den Windmühlen-Ruinen auf der gegenüber liegenden Landspitze. Wir bleiben für drei Nächte in Kioni.
Wir fahren nach Sami auf Kefalonia. Dort gibt es guten Schutz gegen angekündigte starke Süd- und Ostwinde.
In der Vorsaison sind nur sehr wenige Charterboote hier, 2-3 kommen jeden Abend und bleiben meist nur über Nacht. Nur wenige Restaurants haben geöffnet, aber es gibt zwei Supermärkte zur Versorgung. Das orthodoxe Osterfest müssen wir über uns ergehen lassen, mit Prozessionen und Feuerwerk und massenweise Knallkörpern im Hafen.
Ein Tag wird für einen Radausflug nach Karavomilis mit Quellzuläufen und Efimia genutzt.
An einem anderen Tag mieten wir ein günstiges Auto für eine Inselrundfahrt. Vormittags regnet es leider, aber der Tag lohnt sich trotzdem. Wir fahren über steile, kurvige Gebiergsstrassen nach Fiskardo, Argostoli und Poros.
Nach einer Woche verlassen wir Sami in Richtung Zakynthos mit einem Zwischenstopp in Poros.
Fortsetzung folgt….

















